Klinische Anwendung
von MAGFIT


Vorzüge

Die klinische Anwendung von MAGFIT Magnetbefestigungen ist einfach und leicht durchzuführen. Die Vorbereitung der Zahnwurzel und die nachfolgende Laborarbeit basieren auf Standardabläufen wie Wurzelbehandlung, Präparieren des Wurzelkanals, Herstellung der Wurzelkappe und das Einsetzen des Magnetsystems in die Zahnprothese. Diese können ohne spezielle Instrumente oder Zusatzgeräte durchgeführt werden.
MAGFIT ist eine fortgeschrittene Behandlungsmethode, die als Erweiterung herkömmlicher Behandlungsmethoden aufgefasst werden kann.

01Zahnarzt: Untersuchung

Der Patient soll mit einer Unterkieferprothese versorgt werden.

02Zahnarzt: Präparation der Zahnwurzel

Nach der Wurzelkanalbehandlung die Wurzelkanaloberfläche wie üblich ausführen. Wurzeloberfläche abschrägen. Wurzelkanaloberfläche nicht kreisrund aufbereiten sondern einkerben, um Rotation des Wurzelstiftes zu verhindern. Präparieren Sie an der Kanaloberfläche eine Kavität als spätere Anwachsstelle. Abdruck mit Wurzelstift nehmen. Herstellung der Wurzelkappe im Labor.

03Labor: Modellieren und Angießen des Keepers in die Wurzelkappe

Der Keeper ist angussfähig. Aufwachsen und Anstiften des Keepers in Einschubrichtung und unter Berücksichtigung der okklusalen Ausrichtung (bei kombinierten bzw. teleskopierten prothetischen Neuversorgungen, Reparaturen oder Erweiterungen). Bei einzelnen Magnetstiftkappen ist die axiale Ausrichtung des Angußstiftes als Einschubrichtung zu wählen, um bei Kaudruck ein Sprengen der Wurzel zu vermeiden.
Magnetsystem nicht über die Größe des Zahn- bzw. Wurzelstumpfes hinaus wähen, um auf keinen Fall in parallele oder gar in unter sich gehende Bereiche der Kappenwände zu gelangen. Zur Vermeidung horizontaler Schubkräfte sollten Magnetkappenwände in stark konische Bereiche greifen. Der Fixierungsdraht des Keepers wird zur sicheren Fixierung in der Einbettmasse um 90 Grad abgeknickt.
Die Wurzelkappe sollte aus einer edlen Dentallegierung gegossen werden. Die durch den Gussvorgang entstandene Oxidationsschicht (50 µ/max. 2 Bar) leicht abstrahlen. Die Keeperoberfläche über plan auf dem Tisch liegenden 1000er Schleifpapier reiben. Nicht gummieren!
Achtung: Der Keeper soll nicht stärker als 800 Grad C erhitzt werden.
Gußform etwa 15 Minuten länger vorwärmen.

04Zahnarzt: Einsetzen der Wurzelkappe in die Zahnwurzel

Wurzelkappe auf Zahnwurzel einzementieren. Überabdruck für Prothese mit aufgesetztem Holder auf der Magnetkappe nehmen.

05Labor: Modellherstellung

Modellherstellung (aus Superhartgips/Klasse IV), ggfs. Herstellung einer Modellguß-Tertiärkonstruktion mit verblendbaren Außenkappen um ein platzsparendes Abdecken der hochglänzenden Magnetkappen zu ermöglichen. Außerdem ist eine auf Modellgussbasis aufliegende Überkonstruktion der Prothesenbasis und die Einfassung des einzuklebenden Holders bruchsicher.
Aufstellung der Konfektionszähne und eventuelles Verblenden der Außenkonstruktion mit Verblendkomposit nach gewohnter Art.

06Labor: Vorbereitung der Prothesenbasis

Vorbereitung der Prothesenbasis mit ausgesparter Öffnung für den Magneten und Ablaufkanal.

07Zahnarzt: Vorbereitung des Magnetsystems

Das Magnetsystem auf der zementierten Wurzelkappe platzieren und Prothese draufsetzen. Ist genügend Platz für das Magnetsystem vorhanden? Magnetsystem auf ein Instrument (Klemme) setzen um die magnetische Oberfläche nicht zu verletzen, abstrahlen und mit Metal Primer behandeln, um die Adhäsion des Kunstharzes zu unterstützen.

08Zahnarzt: Einsetzen des Magnetsystems in die Prothese

Sowohl Kaltpolymerisation als auch Kleben möglich.
Durch den Ablaufkanal selbstaushärtendes Kunstharz vorsichtig in die Prothesenbasis geben und Prothesenbasis vorsichtig auf das Magnetsystem in der Mundhöhle einsetzen. Überschüssiges Kunstharz entweicht durch den Ablaufkanal.
Das Einsetzen des Magneten in die Prothese sollte 1-2 Wochen nach Anpassen der Prothese erfolgen.
Achtung: Das Magnetsystem nicht stärker als 150 Grad C erhitzen!

09Bilddokumentation

Fertige Prothese.